Über viele Jahre hinweg wurde während der Fußwallfahrt von Mömbris nach Walldürn immer wieder darüber gesprochen, ob nicht auch einmal eine Wallfahrt mit dem Fahrrad angeboten werden könnte. Die Idee wurde von der Wallfahrtsleitung grundsätzlich positiv aufgenommen, man wollte aber keine Planung „von oben“, sondern eine, die sich aus einer Gruppe von Interessierten heraus entwickeln sollte. Das Ganze sollte keine Konkurrenzveranstaltung werden, sondern die traditionelle Fußwallfahrt ergänzen.

Gruppenfoto von der Fahrradwallwahrt 2004

So bildete sich Anfang 2004 ein kleines Team, das mit der Planung der 1. Radwallfahrt von Mömbris nach Walldürn begann - für alle Beteiligten war das Neuland. Zunächst musste eine fahrradtaugliche Strecke erkundet werden, dazu geeignete Plätze für Stationen. Im Gegensatz zum „normalen“ Wallfahren sind thematische Dinge in der Bewegung (d.h. beim Fahren) nicht möglich, weshalb auf der Strecke an mehreren Stellen Pausen zur Besinnung, aber auch zum Rasten eingelegt werden. Auch ein Platz für die Mittagspause musste gefunden werden, ebenso wie ein Begleitfahrzeug mit Fahrer, eine Sache, die aus vielerlei Gründen als sinnvoll erachtet wurde.

Als Rahmen wurde festgelegt, dass die Wallfahrt mit dem Fahrrad am Wallfahrtssonntag frühmorgens in Mömbris starten soll, so dass vor Walldürn ein Zusammentreffen mit den Fußwallfahrern und ein gemeinsamer Einzug in die Basilika möglich sind. Wer am Montag Zeit hat bzw. noch fit ist, kann die Rückfahrt ebenfalls mit dem Fahrrad antreten. An diesem Tag ist der Treffpunkt mit den Fußwallfahrern die Turnhalle in Daxberg, wohin diese am Nachmittag vom Goldbacher Friedhof aus laufen. Zusammen geht es nach einer gemeinsamen Pause zu Fuß zur letzten Station der Wallfahrt, der Pfarrkirche in Mömbris.

Durch diese Art der Organisation und Durchführung wird erreicht, dass zwischen den beiden Gruppen zu Fuß und mit dem Fahrrad immer eine Verbindung besteht, die über das Befassen mit dem gemeinsamen Wallfahrtsthema hinausgeht. Durch die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation weiß jede Gruppe, wo sich die andere gerade befindet, so dass man sich auch während des Tages trotz räumlicher Trennung verbunden weiß. Entsprechend herzlich fallen die Begrüßungen an den jeweiligen Treffpunkten aus.

Religöser Impuls bei der WallfahrtNach zwei Anfangsjahren mit jeweils etwa acht Teilnehmern haben im dritten Jahr schon 20 Personen an der Radwallfahrt teilgenommen. Für die meisten waren es die ersten Radwallfahrten, die sie mitgemacht haben. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv, so dass der Wallfahrerverein Mömbris e.V. auch zukünftig wieder die Möglichkeit anbietet, mit dem Rad nach Walldürn zu pilgern. Alle wichtigen Informationen enthält das Anschreiben, das du hier finden kannst.

Solltest du dich durch die Schilderungen angesprochen fühlen und Interesse an der Wallfahrt mit dem Fahrrad haben, dann schaue einfach bei den Anmeldungen vorbei.

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